Fruchtsäurepeeling und Microneedling kombinieren – macht das Sinn?

In der Kosmetik gibt es die unterschiedlichsten Behandlungsmethoden für ein schöneres Hautbild. Oftmals zielen sie darauf ab Wirkstoffe besser und tiefer in die Haut einzubringen.

So gibt es z.B. Mikrodermabrasion, Iontophorese, Ultraschall etc.

Zwei dieser vielen Behandlungsmethoden sind aber eben auch das Fruchtsäurepeeling und die Microneedling-Behandlung.

Wir haben uns nun die Frage gestellt macht es Sinn diese beiden Behandlungsmethoden zu kombinieren?

 

Fruchtsäurepeeling

Wie ein Fruchtsäurepeeling funktioniert ist inzwischen den meisten bekannt. Aus diesem Grund folgt nur eine kurze, oberflächliche Beschreibung.

Auf die bereits zuvor intensiv gereinigte Gesichtshaut wird eine sog. Pre-Peel-Solution aufgetragen, um die Haut final zu reinigen und auf das Fruchtsäurepeeling vorzubereiten.

Nachdem die Augen abgedeckt wurden, wird das Peeling mit einem Pinsel auf die Haut aufgetragen. Dann lässt man das Fruchtsäurepeeling einwirken. Wenn man die Intensität des Fruchtsäurepeelings erhöhen will, kann man es auch mit einem Dermapen, der mit einem Nano-Nadelkopf bestückt ist, in die Haut „einklopfen“. Anschließend werden mit der Post-Peel-Lösung die Reste des Fruchtsäurepeelings beseitigt und der Peeling-Vorgang gestoppt.

 

Wie wirkt ein Fruchtsäurepeeling?

Um die Frage beantworten zu können, ob es Sinn macht Fruchtsäurepeeling und Microneedling zu kombinieren, ist es wichtig sich die Wirkung des Fruchtsäurepeelings etwas genauer anzusehen.

Durch die Wirkung der Fruchtsäuren lösen sich die oberflächigen Hornschüppchen leichter ab. Ähnlich wie beim Microneedling wird auch die Regeneration der Haut angeregt und die körpereigene Kollagenbildung wird stimuliert.

Darüber hinaus wird die Regeneration der Keratinozyten stimuliert, was zu einer Verdickung der Epidermis führt. Dies führt wiederum ähnlich wie beim Microneedling dazu, dass die Haut widerstandsfähiger wird und besser in der Lage ist die Feuchtigkeit zu speichern.

Hautporen werden sozusagen porentief gereinigt, indem sie durch die Fruchtsäuren von Hautschüppchen und Talg befreit werden.

Zusätzlich wird der Stoffwechsel angeregt und die Durchblutung gesteigert.

Pigmentflecken und Altersflecken werden gebleicht und sorgen so für ein gleichmäßigeres und feineres Hautbild.

Auch können nach einem Fruchtsäurepeeling Wirkstoffe von der Haut besser aufgenommen werden.

 

Wie wirkt Microneedling?

Microneedling verfolgt zwei grundlegende Wirkweisen.

Zum einen soll durch die bewusste Verletzung der Haut die Selbstheilungskräfte und die Regeneration der Haut angeregt werden und zum anderen soll über die Stichkanäle die Möglichkeit geschaffen werden Wirkstoffe für unterschiedliche Hautprobleme in die Haut einzubringen.

Es liegt natürlich auf der Hand, dass Wirkstoffe viel besser und leichter in die Haut eindringen und eingebracht werden können, wenn die Haut porentief rein ist und von bereits abgestorbenen Hautzellen befreit wurde.

 

Fazit: Fruchtsäurepeeling und Microneedling kombinieren – das macht Sinn!

Nicht nur dass beide Behandlungsmethoden ähnliche Ziele verfolgen, sondern dass ein Fruchtsäurepeeling die ideale Vorbereitung der Haut für eine Microneedling-Behandlung ist, machen die Kombination von Fruchtsäurepeeling und Microneedling so sinnvoll.

Denn durch die Beseitigung von Hautschüppchen und Talg vergeudet das Microneedling nicht durch Punktion von „totem“ Material seine Leistungsfähigkeit und ist darüber hinaus auch in der Lage die Wirkstoffe wesentlich leichter in die Haut einzubringen.

 

Dies könnte Sie auch interessieren:

Schönere Haut dank Fruchtsäurepeeling

Dermaroller und Hyaluronsäure eine wirksame Verbindung beim Microneedling

Erfahrungen mit Microneedling